Neben einem Notebook liegen ein Notizbuch und eine Kamera.

Facebook-Seite vs. Firmen-Website: Website gewinnt!

Heutzutage sind gefühlt alle Unternehmen in sozialen Netzwerken wie Facebook, Xing, Twitter oder Google+ unterwegs. Neben der schnellen Einrichtung und einer Nutzerzahl von 1,6 Milliarden Menschen lockt gerade Facebook mit attraktiven Vorteilen: es fallen keine Hosting-Gebühren an, die Beiträge der Unternehmen können theoretisch jeden der Nutzer erreichen und es kann zielgruppengerechte Werbung geschaltet werden. Wozu also noch eine eigene Website betreiben, wenn Facebook Unternehmen die Internetpräsenz kostenlos anbietet?

Nicht jeder ist auf Facebook

Das Internet wird momentan von 3, 4 Milliarden Menschen genutzt, Facebook erreicht nicht mal die Hälfte. Es macht also durchaus Sinn eine eigene Website mit attraktiven Inhalten zu betreiben, da theoretisch doppelt so viele User erreicht werden können. Das Netzwerk eignet sich auch schlecht für den B2B Bereich. Der Schwerpunkt der Facebook-Nutzer liegt eher auf privaten und unterhaltenden Inhalten.

Den Launen des Netzwerks ausgeliefert

Es gibt einige sehr gute Gründe für eine eigene Präsenz im Internet. Facebook macht es Unternehmen zwar sehr leicht, eine eigene Seite zu erstellen. Jedoch haben die Facebook-Unternehmensseiten einen entscheidenen Nachteil: Auf allen sieht man das gleiche Layout. Alleinstellungsmerkmale wie ein besonderes Seitendesign sind mit dem sozialen Netzwerk nicht umsetzbar. Auf einer eigenen Website besitzen Betreiber die alleinige Kontrolle über die Gestaltung und Präsentation der Inhalte. Mit dem Einstellen von Beiträgen und Fotos überträgt man automatisch ein Nutzungsrecht aller publizierten Inhalte an Facebook. Somit sind Unternehmen, welche ihre Internetaktivitäten auf das Netzwerk beschränken auch seinen Änderungen ausgeliefert.

Beispiel München: 400.000 Fans verloren

2012 wurde die von Portal München Betriebs-GmbH betriebene Stadtseite „München“ mit über 400.000 Fans von Facebook gelöscht. Das Netzwerk begründete seine Entscheidung damit, dass Seiten nicht mehr die Namen von Städten tragen dürften. Kurze Zeit später erschien eine neue, von Facebook betriebene, München-Seite. Die Betreiber der ursprünglichen Seite führen ihren Dienst nun unter der Seite „münchen.de“ fort. Dieses Beispiel soll zeigen, dass Seitenbetreiber auf Facebook immer abhängig von den Launen des Netzwerks sind. Man darf nämlich eines nicht vergessen: Die Nutzung von Facebook ist zwar grundsätzlich kostenlos, jedoch will der Konzern Geld verdienen. Privatpersonen und Unternehmen bezahlen mit ihren Daten. Aus diesen Daten bildet Facebook Preise für die Schaltung von Werbung.

Mit der Abgabe der Kontrolle steigt das Risiko

Zugegeben, das Ende von Facebook wurde schon vor fünf Jahren propagiert. Die Umsätze des des Konzerns steigen aber stetig an. Trotzdem sollte man nicht vergessen, dass die Popularität von erfolgreichen Gemeinschaften im Internet schnell und rapide sinken kann. Man erinnere sich beispielsweise an AOL oder Second Life. Ein Trend ist schon abzusehen: Die Beliebtheit von Facebook bei jungen Nutzern nimmt stetig ab. Diese mögen für Unternehmen im Moment vielleicht nicht sonderlich interessant sein, jedoch sind sie zukünftig die Zielgruppe mit der größten Kaufkraft.

Fazit: Beste Strategie für Social-Media

Wer macht also das Rennen? Eine eigene Website sollte auf jeden Fall betrieben werden. Nur wer sein eigener Herr auf der Website ist, kann frei Inhalte veröffentlichen. Facebook zwängt Seitenbetreiber in ein vorgefertigtes Layout und erreicht nur 1,6 Milliarden Menschen der 3,4 Milliarden Internet-Nutzer.

Es eignet sich aber sehr gut dazu, um Themen der eigenen Firmenpage anzuteasern. Ziel aller Aktivitäten auf Facebook sollte sein, User auf die eigene Firmenpage zu locken. Das eigentliche Geschäft findet nämlich nicht auf Facebook, sondern der eigenen Website statt. Hier werden Besucher zu Kunden. Hier haben Betreiber die Kontrolle.