Neben einem Notebook liegen ein Notizbuch und eine Kamera.

DSGVO: Abmahngefahr durch Tracking- und Marketing-Cookies

Im Mailing haben wir Sie bereits über die Thematik informiert und verschiedene Szenarien aufgezeigt. Nun die praktischen Maßnahmen und möglichen Kosten:

Matomo als Alternative zu Google Analytics:

Bei den Website-Statistiken gibt es Alternativen, die ohne das Setzen von Cookies funktionieren. Eine davon ist „Matomo“, früher unter dem Namen „Piwik“ bekannt. Matomo kann das Besucherverhalten über Javascript oder PHP aufzeichnen, die Daten werden auf einem eigenen Server in Deutschland gespeichert und die IP-Adressen können anonymisiert werden.

Somit ist Matomo nach heutigem Stand DSGVO konform und kann ohne Cookie-OptIn eingesetzt werden.

Nachteile sind allerdings auch zu nennen:

  • Statistik fängt bei 0 an, Sie haben also erstmal keine Vergleichswerte zu den Vorjahren
  • Funktionsumfang ist etwas geringer
  • nur schlechte Anknüpfung an Online-Marketing Kampagnen (z.B. Google Ads)

Da die Aussagekraft von Cookie-basierten Statistiken künftig abnehmen wird, sehen wir Matomo dennoch als vernünftige Alternative für mindestens diejenigen Website-Betreiber, die kein umfangreiches Online-Marketing betreiben.

Aufwände und Kosten

Leider gibt es zumindest zum aktuellen Zeitpunkt kostenfreie Lösungen nur für sehr kleine Websites und dann auch nur mit Einschränkungen in den Anpassungsmöglichkeiten. Dafür ist die technische Thematik tatsächlich zu komplex. Auch ein eigene Lösung zu programmieren wäre sehr aufwändig.

1. Tracking- und Marketing-Cookies komplett entfernen = kein Cookie-OptIn nötig

Aufwand zum Entfernen des Trackings = 0,5 Std. 

2. Umstieg auf die Besucherstatistik „Matomo", die ohne Cookies funktioniert = kein Cookie-OptIn nötig

Aufwand für
- Entfernen altes Tracking
- Einrichten des Trackings über Matomo (auf unserem Agenturserver beim deutschen Provider Mittwald gehostet)
= 1,5 Std.
zzgl. 5,00 Euro / Monat netto für die Nutzung und Wartung von Matomo

3. Weiterhin Cookies setzen und Tracken, Einverständnis der Besucher einholen = Cookie-OptIn Plugin installieren

Hier gibt es mehrere Möglichkeiten, je nachdem wie umfangreiche Ihre Website ist und wie viele Seitenaufrufe / Monat erzeugt werden.

Kleine Projekte mit weniger als 100 Seiten und unter 10.000 Pageviews / Monat

Einsatz eines externen Dienstes wie zB Consentmanager oder Cookiebot in der FREE-Variante 
Nachteil: keine Anpassung des Designs und der Texte möglich
Aufwand = 1,0 Std.

Einsatz eines externen Dienstes wie zB Consentmanager oder Cookiebot über eine Bezahlvariante
Vorteile:
Individuelle Anpassung des Designs und der Texte möglich
Kann auch iFrames blockieren (löst die Problematik mit Youtube-Videos und Google Maps)
Aufwand = 1-2 Std. (je nach Anpassungswünschen)
zzgl. ab 5,00 Euro / Monat netto je nach Anzahl der monatlichen Pageviews (Seitenaufrufe)

Große Projekte mit mehr als 100 Seiten und mehr als 10.000 Pageviews / Monat

Einsatz eines externen Dienstes wie zB Consentmanager oder Cookiebot über eine Bezahlvariante
Individuelle Anpassung des Designs und der Texte möglich
Kann auch iFrames blockieren (löst die Problematik mit Youtube-Videos und Google Maps)
Aufwand = 1-2 Std. (je nach Anpassungswünschen)
zzgl. ab 7,5 Euro / Monat netto je nach Anzahl der monatlichen Pageviews (Seitenaufrufe)

Bei TYPO3-Projekten

Theoretisch wäre alternativ der Einsatz einer Extension möglich, allerdings gibt es derzeit keine kostenfreie und bei den laufenden Kosten muss immer auch ein Zusatzaufwand für die Durchführung von Updates bedacht werden.
Beispiel: https://www.sgalinski.de/typo3-produkte-webentwicklung/sgalinski-cookie-optin/ 

Kosten: 
Plugin: 59,99 Euro / Jahr (oder "Lifetime"-Lizenz für 199,99 Euro)
Aufwand für die Einrichtung: 2-3 Std. sowie später Aufwand für die Durchführung von Updates

Bei Wordpress-Projekten

Hier kann der Einsatz eines Cookie-OptIn Plugins in Betracht gezogen werden, zB von Borlabs:
https://de.borlabs.io/borlabs-cookie/ 

Kosten: 
Plugin: 39,00 Euro / Jahr 
Aufwand für die Einrichtung: 1-2 Std. sowie später Aufwand für die Durchführung von Updates

 

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